Jahresbericht 2001
Der Bericht behandelt das erste volle Geschäftsjahr des Landesverbandes VDB NRW.
Die erste Jahresversammlung fand am 29.10.2000 in der Universitätsbibliothek Essen statt. Der Vorstand hat in sich in der Folgezeit vier Mal getroffen. Die Sitzungen fanden statt am 18.01.2001, am 27.03.2001, am 03.07.2001 und am 27.08.2001. Gastgeber war bis auf das letzte Mal stets die Universitätsbibliothek Köln, der an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Die letzte Sitzung fand anläßlich des Ausscheidens des bisherigen Vorsitzenden aus dem aktiven Dienst in der Universitätsbibliothek Paderborn statt.
Auf der jetzigen Jahresversammlung stehen Neuwahlen für den Vorstand an. Der bisherige Vorsitzende wird für den Vorsitz nicht wieder kandidieren, da das Amt des Vorsitzenden in der Hand einer Kollegin/eines Kollegen im aktiven Dienst liegen sollte.
Auf der letzten Jahresversammlung ist intensiv über Aufgaben und Ziele des Landesverbandes diskutiert worden, auch vor dem Hintergrund, dass es im bibliothekarischen Bereich bereits eine Vielzahl von Vereinen und Verbänden gibt. Einigkeit bestand darüber, dass sich der höhere Bibliotheksdienst, insbesondere in NRW in einer kritischen Situation befindet (Einstellung der verwaltungsinternen Ausbildungen in Köln; vermehrt Stellenausschreibung, die auf das Erfordernis der Ausbildung zum Höheren Bibliotheksdienst verzichten; ...). Die Existenz eines Verbandes, der die zukünftige Ausbildung für den Wissenschaftlichen Bibliotheksdienst und die damit verbundenen laufbahnrechtlichen Entwicklungen kritisch begleite, sei dringend erforderlich.
Auch wurde darauf hingewiesen, dass in einigen Bundesländern der Status der Angehörigen des Wissenschaftlichen Bibliotheksdienstes als Wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule in Frage gestellt werde. Eine derartige Entwicklung gebe es in NRW noch nicht. Jedoch sei ein Verband, der auch hier die Entwicklung aufmerksam verfolge, sehr wünschenswert.
Die notwendige Jahresversammlung der Landesgruppe gewinnt wesentlich an Attraktivität, wenn sie mit einer anderen bibliothekarischen Veranstaltung gekoppelt ist. Eine Koppelung mit der Jahresversammlung des VBNW (wie in 2000) war in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen nicht möglich.
Der Vorstand war daher dem Votum der Jahresversammlung gefolgt, sich verstärkt berufspolitischen Fragen zu widmen, und hatte in Zusammenarbeit mit dem HBZ für den September eine zweitägige Fortbildungsverabstaltung zur aktuellen Situation des höheren Bibliothesdienstes und seiner zukünftigen Aufgaben geplant, an die sich die Jahresversammlung anschließen sollte.
Die Vorbereitung dieser Veranstaltung hat von den Vorstandsmitgliedern einen großen Arbeitseinsatz erfordert. Es war gelungen, eine Reihe namhafter Referenten zu gewinnen. Groß war dann die Enttäuschung, als diese Veranstaltung mangels Interesse abgesagt werden musste.
Ich darf mich bei meinen Vorstandskolleginnnen und -kollegen dennoch herzlich für die aufgewandte Arbeit bedanken. Und ich bitte sie - und alle Vereinsmitglieder, weiter Überlegungen anzustellen, wie die auf der letzten Jahresversammlung formulierten Vorgaben für die Arbeit des Landesverbandes effektiv umgesetzt werden können.
Eine fachkundliche Exkursion wurde in diesem Jahr nicht durchgeführt. Geplant ist, im Frühjahr 2002 zusammen mit BIB (in Nachfolge des VdDB), eine Exkursion, wahrscheinlich nach Holland (Nijmegen) durchzuführen. Die ursprünglich schon für diesen Herbst geplante Veranstaltung musste in Absprache mit den holländischen Kollegen verschoben werden.
Die Exkursion 2000 nach Leuwen hat großen Anklang gefunden, überwiegend bei Mitgliedern des VdDB. BIB (in der Nachfolge von VdDB) ist an einer Zusammenarbeit für weitere Exkursionen sehr interessiert.
Als Veranstaltungen für das Jahr 2002 kämen auch in Frage
- Exkursion nach Berlin (Stabi, Bibl. Des Bundestages)
- Firmenexkursion Ginnit
- Firmenexkursion 3M (Buchsicherungsanlagen)
- Besuch des HNI-Forums in Paderborn (Computer-Museum)
Die Vereinsmitglieder sind aufgerufen, sich zu diesen Vorschlägen zu äußern und auch selbst Vorschläge einzubringen.
Das gemeinsame Rundschreiben des VDB und des VdDB ist mit Gründung der BIB eingestellt worden. An seine Stelle sind die halbjährlichen "VDB-Mitteilungen" getreten. Vorstandsmitglieder haben in dieser Info über die Arbeit des Landesverbandes berichtet. Beiträge, auch kritischer Art, von Mitgliedern des Landesverbandes sind erwünscht.
Der "Dachverband" hat sich mit steuerrechtlichen Forderungen des Finanzamtes auseinandersetzten müssen. Eine Realisierung dieser Forderungen würde zu einem Ende des VDB führen. Die Lage scheint sich inzwischen etwas entspannt zu haben. In Augsburg fand im Oktober 2001 eine Sonder-Mitgliedsversammlung des VDB statt. Die dort vorgenommene Satzungsänderung war die Voraussetzung dafür, dass der VDB die "Gemeinnützigkeit" beantragen kann.
Beobachtungen der Mitgliederbewegung haben gezeigt, dass Kolleginnen und Kollegen öfters nach Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ihre Mitgliedschaft im VDB kündigen. Der Vorstand ist sich darüber einig, dass zumindest der Landesverband NRW auch für Kolleginnen und Kollegen nach dem aktiven Dienst attraktiv bleiben sollte. Die zukünftige Vorstandsarbeit sollte diesen Aspekt berücksichtigen.
(Klaus Barckow, Vorsitzender)