Öffentliches Round Table-Gespräch des VDB am 4. März im Auditorium des Grimm-Zentrums

Der VDB führt die Diskussion zum Thema „Qualifikation als wissenschaftliche Bibliothekarin/wissenschaftlicher Bibliothekar“ fort.  Ein öffentliches Round Table-Gespräch nimmt die Diskussion der letzten Mitgliederversammlung auf und soll den Mitgliedern des VDB die Möglichkeit geben, sich noch umfassender in den Diskussionsprozess einzubringen. Ausgangspunkt ist das 2014 verabschiedete Positionspapier des VDB. Parallel zur Diskussion vor Ort gibt es die Möglichkeit, sich online per Chat zu beteiligen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Round Table-Gesprächs sind Dr. Klaus-Rainer Brintzinger, Kathrin Drechsel, Matthias Harbeck, Felix Lohmeier, Dr. Hans-Martin Moderow, Dr. Robert Scheuble, Dr. Irmgard Siebert und Prof. Heidrun Wiesenmüller. Die Moderation vor Ort hat Konstanze Söllner, Dr. Bernhard Tempel moderiert den Chat. Das Round Table-Gespräch startet mit Thesen der Gesprächsteilnehmer, die vorab publiziert werden.

Mitglieder des VDB erhalten den Link zum Chatroom eine Woche vor der Veranstaltung zugeschickt. Sie sind kein Mitglied des VDB, möchten sich aber am Chat beteiligen? Dann senden Sie bitte eine Nachricht an: 1.stv.vorsitzende@vdb-online.org.

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Kategorie: Allgemein, Vereinsausschuss, Vorstand
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3 Antworten auf Öffentliches Round Table-Gespräch des VDB am 4. März im Auditorium des Grimm-Zentrums

  1. Burkard Rosenberger sagt:

    Den Vorschlag von Herrn Lohmeier, ein kollaboratives Projekt auf Basis von handbuch.io anzustoßen, halte ich zwar grundsätzlich für erwägenswert, allerdings erfährt man keiner Stelle dieser immerhin seit einem Jahr bestehenden Plattform mehr darüber, wie man sich denn mit einem eigenen Projekt in diese Plattform einklinken oder sie gar selbst aufsetzen kann. (Zumindest habe ich keine diesbezügliche Information gefunden.)

  2. Felix Lohmeier sagt:

    Ich möchte noch kurz den Vorschlag zum weiteren Vorgehen aus der Schlussrunde ausführen: Inspiriert von der Schweizer Berufsbildbroschüre des IGWBS und anknüpfend an den Vorschlag von Frau Wiesenmüller, könnten wir kollaborativ mit allen, die beitragen wollen, ein kleines Kompendium in Wikipedia-Manier entwerfen, in dem verschiedene Tätigkeitsfelder praxisnah dargestellt werden. So wie das Schweizer Pendant angereichert mit Portraits/Interviews und ggf. zusätzlich Erfolgsgeschichten/Best-Practice-Beispielen, wie sie Herr Brahms vorgeschlagen hat. Das könnte bei potentiellen QuereinsteigerInnen Interesse für den Beruf wecken. Für die weitere Texterstellung ist aus meiner Sicht eine offene, kooperative Form des Schreibens und Diskutierens empfehlenswert (wie wollen wir anderen bei modernen Formen des elektronischen Publizierens helfen, wenn wir das selbst nicht praktizieren?). Das geht mit Google Docs, aber noch besser wäre die Verwendung einer Wiki-Software wie beispielsweise der Plattform http://www.handbuch.io. Weiterhin sollte das Berufsbild kontinuierlich fortgeschrieben werden. Wir könnten auf dem Bibliothekartag in Nürnberg mit einem Book Sprint nach dem Vorbild des Handbuchs CoScience beginnnen und das jährlich auf Bibliothekartagen/-kongressen fortführen. Dort ist es ein leichtes „Laufpublikum“ für eine Mitarbeit oder ein Portrait/Interview zu interessieren.

  3. Anke Berghaus-Sprengel sagt:

    Die Fokussierung des Berufsbildes des wissenschaftlichen Bibliothekars auf die klassischen Fachreferatsaufgaben geht m.E. fehl und führt zu dem von Frau Wiesenmüller beschriebenen Sachverhalt, nämlich das eine wissenschaftliche Qualifikation nur für dieses Aufgabengebiet immer schwerer begründbar ist. Herr Harbeck hat in Auszügen aufgezählt, an wie vielen Stellen Spezialwissen notwendig ist. Dieses kann in seiner ganzen Breite nicht Bestandteil einer einschlägigen Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar sein, wohl aber einer akademischen Ausbildung. Es ist für die Bibliothek von hohem Interesse Spezialisten für Projekte mit diversen Spezialkenntnisse einwerben zu können, die aufgrund ihrer soliden wissenschaftlichen und spezialisierten Ausbildung in der Lage sind, Themen wie Forschungsdatendatenmanagement, Entwicklung von Tools für kollaborative digitale Informationsverarbeitung, enge Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern bei der Bereitstellung von digitalen Diensten etc. bearbeiten zu können. Nur wenn es gelingt, diese Mitarbeiter im höheren Dienst auch über befristete Arbeitsverhältnisse hinaus dauerhaft zu halten und einzubinden, wird eine wissenschaftliche Bibliothek als lernende Organisation den Veränderungsprozess mit gestalten können. Wenn diese Aufgaben ernst genommen werden, liegt die Notwendigkeit der Beschäftigung von wissenschaftlich ausgebildetem Fachpersonal im höheren Dienst auf der Hand. Aber die Auswahlkriterien müssen neu und flexibler beschrieben werden.