Home

Autor: Anke Berghaus-Sprengel

Einladung zur Mitgliederversammlung 2024 des VDB – Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zur ordentlichen Mitgliederversammlung unseres Verbandes am Mittwoch, den 05.06.2024, um 9:00 Uhr, im Congress Center Hamburg (CCH), Congressplatz 1, Saal B.1./1.OG, lade ich Sie im Namen des Vorstandes herzlich ein. Im Anschluss an die Veranstaltung möchten wir das zehnjährige Jubiläum unserer Diamond Open Access Zeitschrift o-bib feiern und laden Sie zum Get Together mit einem kleinen Imbiss und Getränken ein.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

  1. Begrüßung und Formalia
  2. Bericht des Vorstands (Deutschlandstipendien, BiblioCon, DACHS, Kooperationen, o-bib, Kommissionen, Aktivitäten der Landes- und Regionalverbände)
  3. Bericht zur Mitgliederentwicklung
  4. Kassenbericht sowie Bericht der Kassenprüfung
  5. Aussprache über die Berichte
  6. Entlastung des Vorstands
  7. Antrag Satzungsänderung und Beschlussfassung: Hybride Mitgliederversammlungen ermöglichen
  8. Neubesetzung Kommissionen 2024-2027 / Bestätigung
  9. Jahrbuch-Beschlussvorschlag
  10. Neuwahl Vorstand 2024-2027

Die Tischvorlagen zur Mitgliederversammlung finden Sie in „Mein VDB“ im Mitgliederbereich.

Mit freundlichen Grüßen
Anke Berghaus-Sprengel
(VDB-Vorsitzende)

Wahlaufruf zur Neuwahl des Vorstandes des VDB

Auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch, 05. Juni 2024, ist turnusgemäß der neue Vorstand für die Amtszeit ab dem 01.08.2024 zu wählen. Der Vorstand besteht gemäß der Satzung aus

  • der/dem Vorsitzenden
  • zwei stellvertretenden Vorsitzenden
  • der Schriftführerin/dem Schriftführer
  • der Kassenwartin/dem Kassenwart
  • bis zu drei Besitzerinnen/Beisitzern

Wahlvorschläge für das Amt der oder des Vorsitzenden sowie der zwei stellvertretenden Vorsitzenden sind bis spätestens Mittwoch, 10. April 2024, bei der Vorsitzenden des Wahlausschusses einzureichen. Sie müssen laut Satzung von mindestens fünf Mitgliedern, die fünf verschiedenen Bibliotheken angehören, unterzeichnet sein und die Versicherung der/des Vorgeschlagenen enthalten, die Wahl anzunehmen.

Die Wahl der Schriftführerin / des Schriftführers und der Kassenwartin / des Kassenwartes erfolgt auf Vorschlag der/des Vorsitzenden durch Zuruf in der Mitgliederversammlung.

Wahlvorschläge für die Beisitzer / Beisitzerinnen sind bis Mittwoch, 08. Mai 2024, bei der Vorsitzenden des Wahlausschusses einzureichen. Sie bedürfen der Unterschrift von fünf Mitgliedern oder der Unterstützung eines Regional- bzw. Landesverbandes und die Versicherung der/des Vorgeschlagenen, die Wahl anzunehmen.

Die Vorsitzende des Wahlausschusses:
Dr. Jana Kieselstein
Universitätsbibliothek Augsburg
Universitätsstraße 22
86159 Augsburg
Fon: +49 821 598 – 4370
E-Mail: wahlausschuss@vdb-online.org

IFLA-WLIC 2024

Der VDB – Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare hat sich angesichts der fehlenden Transparenz hinsichtlich des Umgangs mit den öffentlichen Vorwürfen bezüglich der Verantwortlichkeiten für Finanzentscheidungen von Vorstand und Geschäftsführung der IFLA sowie der Interaktion von Governing Board und Geschäftsstelle bereits im März dieses Jahres entschieden, die Mitgliedschaft in der IFLA ruhen zu lassen. Nun hat die IFLA ein beratendes Referendum begonnen und fragt alle Mitglieder, ob sie die Entscheidung, die WLIC 2024 in Dubai durchzuführen, unterstützen, das Ergebnis soll jedoch nicht bindend sein.

Der VDB stimmt im Rahmen des Referendums gegen Dubai als Austragungsort der WLIC 2024. Ausschlaggebend für dieses Votum ist das offensichtlich repressive Eingreifen staatlicher Stellen in die Programmgestaltung der WLIC. Noch im April 2023 hatte die Regierung der VAE gegenüber der IFLA versichert, alle Menschenrechte gewährleisten zu wollen. Im Mai 2023 wurde dann seitens des Außenministeriums der VAE mitgeteilt, dass Verfassung und Gesetze in Dubai verbieten würden, LGBTQ+ Teilnehmer:innen und LBGQT+ Themen eine Plattform zu bieten.

Der VDB sieht in dem Referendum zugleich die Gefahr, dass durch diese globale Abstimmung die Entscheidung des Governing Boards sanktioniert werden soll.

Die Ankündigung der Regierung der VAE in das Programm einzugreifen, stellt nicht nur einen eklatanten Widerspruch gegen grundlegende Prinzipien der bibliothekarischen Arbeit dar, sondern steht auch im Widerspruch gegen Artikel 19 der Universal Declaration of Human Rights | United Nations. Der VDB stimmt daher zur Wahrung unserer Position gegen die Entscheidung des Governing Boards, ist aber zugleich der festen Überzeugung, dass grundlegende Prinzipien der Menschenrechte nicht zur Abstimmung gestellt werden können, sondern universelle Gültigkeit haben.

Es ist für das Tagungshandeln unabhängiger Berufsverbände zwingende Voraussetzung, dass alle Teilnehmer:innen ihre Beiträge im Rahmen der intendierten Tagungsplanung leisten können. Deswegen hält es VDB für nicht vertretbar, mit einem ohnehin nur beratenden Referendum die zurecht kritisierte Vergabe an Dubai als Austragungsort der WLIC 2024 legitimieren zu wollen.

Die Aktivitäten in der IFLA lässt der VDB weiterhin ruhen.

IFLA

Der VDB registriert aufmerksam die Stellungnahmen von BIB (Stellungnahme des BIB zum IFLA Kongress in Dubai) und dbv (dbv Positionen) zur Entscheidung des Governing Boards der IFLA, die WLIC 2024 ausgerechnet in Dubai veranstalten zu wollen.

Da der VDB bereits im März entschieden hat, alle Aktivitäten im Zuge der IFLA-Mitgliedschaft so lange ruhen zu lassen, bis angekündigte Reformen so gegriffen haben, dass Entscheidungen und Mittelverwendung transparent gemacht werden und die Sacharbeit in den Vordergrund tritt, verzichtet der VDB auf eine explizite eigene Stellungnahme.

Wir sehen uns jedoch erneut in unserer Entscheidung von März 2023 bestätigt und hoffen sehr auf die Bereitschaft der IFLA, den Austragungsort für die WLIC in Frage zu stellen.

Nachruf Prof. Stefan Frank

Der VDB trauert um Prof. Stefan Frank, der am 28. Mai 2023 überraschend verstorben ist. Prof. Frank wird schon jetzt stark vermisst, sowohl privat als auch im Bibliothekswesen. Dies umso mehr, als eigentlich noch viele Berufsjahre hätten kommen sollen und der Zeitpunkt so falsch ist, wie er nur sein kann.
Prof. Frank ist seit vielen Jahren Mitglied im VDB und hat sich als Studiendekan der HTWK in Leipzig um die Organisation von Studiengängen gekümmert, die berufsfachlich hohen Ansprüchen genügen und für Studierende attraktiv gestaltet wurden. Als Vorstandsmitglied der Konferenz der Informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA) des dbv hat sich Herr Frank sowohl für die Qualitätssteigerung von Studienpraktika eingesetzt als auch das Ziel der Etablierung von mehr dualen Studienmöglichkeiten verfolgt.
Als Naturwissenschaftler, der sich für eine Karriere im Bibliothekswesen entschieden hat, gehörte Prof. Frank zu den intensiv nachgefragten Personen im bibliothekarischen Umfeld. Seine Arbeitsaufenthalte in den USA und den Niederlanden trugen dazu bei, die Themen der bibliothekarischen Ausbildung und der entsprechenden Qualifikationsniveaus umfassender und internationaler zu beurteilen.
Die ruhige und ausgleichende, zugleich wertschätzende Art des Umgangs mit Studierenden, Vorgesetzten und bekannten Kolleg:innen lassen die Lücke, die Prof. Frank hinterlässt, umso größer erscheinen. Der VDB- Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare trauert um ihn und wünscht seiner Familie viel Stärke und Kraft für die kommende Zeit.

Forschungsnahes Arbeiten wird Querschnittsthema beim VDB

Der VDB hat mit der Gründung der Kommission für forschungsnahe Dienste vor einigen Jahren Neuland beschritten. Im Ergebnis eines gemeinsamen Arbeitstreffens aller VDB-Kommissionen und der gemeinsamen Kommissionen von dbv und VDB wird Forschungsnahes Arbeiten nun zum VDB-Querschnittsthema der kommenden Jahre. Der Vorstand des VDB hat dazu in der Open-Access-Zeitschrift o-bib. Das offene Bibliotheksjournal eine Positionsbestimmung veröffentlicht.

Glückwunsch zum 85. Geburtstag von Prof. Hering

Der VDB gratuliert Prof. Jürgen Hering zum 85. Geburtstag. Prof. Hering war von 1979 bis 1983 Vorsitzender des VDB und von 1997-2003 Generaldirektor der SLUB Dresden.

In dieser Wendezeit bereitete er mit den Vorständen in Ost und West die Vereinigung der beiden deutschen Bibliotheksverbände vor, die er 1991 in Göttingen vollziehen konnte. Erwähnenswert ist auch Herings Mitwirkung in der Fachgruppe „Bibliotheken“ der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Rückführung kriegsbedingt verlagerter Kulturgüter (Beutekunst) seit 1992.

Dialog Lizenzierungsplattform

Auf Einladung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz fand vom 13.-14.09.2018 die Auftaktveranstaltung zum Dialog der Interessengruppen bezüglich der Sinnhaftigkeit einer Lizenzierungsplattform zur Steuerung/Verbesserung des Zugangs zu wissenschaftlichen Publikationen.

Die Regierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verpflichtet, in den nächsten fünf Jahren einen strukturierten Dialoig darüber zu führen, wie der Zugang zu wissenschaftlichem Content verbessert werden kann und soll.

Auf der Seite des BMJV finden Sie die Beiträge der beteiligten Veranstaltungsteilnehmer.

Fortbildung Managementkommission: Freiwilligenarbeit in Bibliotheken – vom Experiment zur Routine?

Am 18. und 19. Februar 2013 veranstaltet die gemeinsame Managementkommission von dbv und VDB in der Reihe „Forum Management und Führung“ in Berlin (Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Auditorium, Geschwister-Scholl-Straße 3) eine Veranstaltung  zum Thema „Freiwilligenarbeit in Bibliotheken“.

Was noch vor einigen Jahren als exotische Randerscheinung oder unmittelbarer Ausdruck personeller Ressourcenknappheit fachlich belächelt oder je nach politischer Orientierung gefördert oder bekämpft wurde, erweist sich mittlerweile als eher selbstverständlich, das freiwillige oder ehrenamtliche Engagement von Laien in kommunalen und in geringerem Maße auch wissenschaftlichen Bibliotheken. Folgt man Erhebungen der letzten Jahre, sind in bis zu 50 % der kommunalen öffentlichen Bibliotheken Freiwillige tätig. Aus dieser schon fast schon zur Regel gewordenen Situation ergeben sich zahlreiche Fragen und Anforderungen an einen routinierten und professionellen Umgang mit dem Freiwilligenengagement. Häufig zeigen sich auch Unsicherheiten in der rechtlichen Behandlung des Freiwilligeneineinsatzes. Hier setzt die Tagung an. Neben einem Erfahrungsaustausch will sie vor allem aus der Management- und Leitungsperspektive die Facetten des Themas aus organisatorischer, soziologischer und rechtlicher Sicht beleuchten. Sie ist diskussions- und problemzentriert angelegt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungs-Homepage.